Eine Pastabar sollte Gästen ermöglichen, ihre Pasta nach eigenem Geschmack zusammenzustellen. An der Universität Konstanz konnten Gäste den Käse bislang selbst nehmen. Das hat sich offenbar geändert: Der Käse wird jetzt portioniert, und nach der Beobachtung eines Mensagasts bleibt auf der Pasta nur eine kleine Menge.
Das Foto zeigt eine volle Portion Nudeln mit Sauce und darüber eine vergleichsweise bescheidene Käsemenge. Wer weniger Käse möchte, kann einfach weniger nehmen. Wer mehr möchte, hat diese Wahl offenbar nicht mehr. Eine Pastabar, an der Gäste nicht selbst über die Käsemenge entscheiden können, nimmt ihnen unnötig ein Stück Wahlfreiheit.
Weniger Wahlfreiheit am Mittag
Der Mensagast berichtet ausserdem, dass beim Seezeit-Teller kein Nachschlag mehr möglich ist. Auch der Wasserhahn, an dem Gäste kostenlos Trinkwasser nehmen konnten, funktioniert nach dieser Beobachtung bereits seit mehreren Semestern nicht.
Für sich genommen wirken diese Einschränkungen klein. Zusammengenommen vermitteln sie aber den Eindruck, dass das Angebot in der Mensa an immer mehr Stellen knapper und weniger gastfreundlich wird. Es geht nicht um Luxus, sondern um einfache Möglichkeiten, das Essen selbst zusammenzustellen, bei Bedarf noch etwas nachzunehmen und kostenlos Wasser zu trinken.
Mehr Service wäre kein Luxus
Falls die Portionierung des Käses Lebensmittelverschwendung verhindern soll, gibt es eine einfache Lösung: zunächst eine kleine Menge ausgeben und auf Wunsch nachlegen. Eine pauschal knappe Portion nimmt allen Gästen die Entscheidung ab. Und ein Trinkwasserhahn, der über mehrere Semester ausser Betrieb bleibt, sollte repariert oder durch eine verlässliche Alternative ersetzt werden.
Seezeit sollte erklären, was sich geändert hat
Seezeit und die Universität sollten erklären, weshalb der Käse nicht mehr selbst genommen werden kann, warum es beim Seezeit-Teller keinen Nachschlag mehr gibt und wann der Trinkwasserhahn wieder funktioniert. Vor allem sollten sie die Einschränkungen überprüfen. Studierende sollten nicht den Eindruck bekommen, dass jede kleine Verbesserung des Essensangebots und des Aufenthalts nach und nach verschwindet.
