Seezeit will den Mensa-Freitisch auf alle betreuten Hochschulstandorte ausweiten. Das Studierendenwerk hat die Erweiterung am 30. September 2026 bekanntgegeben. Der Zuschuss richtet sich an Studenten in finanziellen Schwierigkeiten.

Für das Wintersemester 2025/26 nennt die Mitteilung 122 bewilligte Anträge und mehr als 4.700 Euro für Mahlzeiten. Das sind Angaben zum vergangenen Wintersemester, keine Bilanz des laufenden Semesters.

Voraussetzungen prüfen und rechtzeitig anfragen

Die Finanzierungshilfen-Seite nennt bis zu 100 Euro Guthaben auf der Mensakarte. Gedacht ist das Angebot für eingeschriebene Studenten der Partnerhochschulen, die finanzielle Unterstützung benötigen und keine anderen Leistungen wie BAföG erhalten. Die Sozialberatung prüft die finanzielle Situation anhand der Kontounterlagen der letzten drei Monate. Anträge sind in den ersten zwei Wochen eines Monats möglich; die Hilfe ist pro Semester auf höchstens zwei aufeinanderfolgende Monate begrenzt und hängt von verfügbaren Mitteln ab.

Eine erste Anfrage geht an sozialberatung@seezeit.com. Die Seezeit-Sozialberatung arbeitet kostenlos und vertraulich. Sie berät auch zu anderen Finanzierungsfragen, zum Arbeiten während des Studiums und zum Studium mit Kind. Termine sind nach Vereinbarung auch per Video möglich. Das Büro in Konstanz befindet sich im Universitätsgebäude K, Ebene 3, Raum K312. Wer mehrere finanzielle Probleme gleichzeitig hat, kann sie im Gespräch gemeinsam ansprechen.

Wie die Hilfe finanziert wird

Die Spendenseite des Studierendenwerks nennt unter anderem die Universitätsgesellschaft Konstanz als langjährigen Unterstützer des Freitischs. Auch Erlöse aus der Jobbörse fließen in studentische Hilfsangebote. An der Universität lässt sich am Spendenterminal auf Ebene K5 jeweils ein kleiner Betrag mit der Mensakarte beitragen. So wird aus einer Einrichtung des Studienalltags zugleich ein Ort gegenseitiger Unterstützung.

Eine weitere Einnahmequelle ist die Pfandflaschensammlung. In einer Mitteilung vom 1. Dezember 2025 berichtete Seezeit über die vorangegangene Pilotphase an der HTWG-Mensa: Mehr als 3.500 Flaschen hätten rund 280 Euro eingebracht. Die Sammlung wurde anschließend für weitere Standorte angekündigt. Diese historischen Zahlen beschreiben das Pilotprojekt und dürfen nicht als aktueller Spendenstand gelesen werden.

Was das für die eigene Planung bedeutet

Die begrenzte Laufzeit macht den Freitisch zu einer Hilfe für eine konkrete Engstelle. Für die eigene Planung ist es deshalb sinnvoll, gleichzeitig zu klären, wie die Ausgaben in den folgenden Monaten gedeckt werden können. Wer Unterstützung braucht, sollte die Voraussetzungen lesen und den ersten Kontakt früh aufnehmen. Eine Beratung kann auch dann hilfreich sein, wenn noch unklar ist, welches Angebot zur eigenen Lage passt. Niemand muss vor der Anfrage bereits einen fertigen Finanzierungsplan vorlegen.